B-Jugend wieder mit Perspektive

Es kam alles so, wie wir es in der letzten TurBo-Ausgaben befürchtet hatten. Nach Felix Optendrenk (zum TSV Kaldenkirchen) verließ auch Spielmacher Simon Breidenbach im Sommer den TVB in Richtung Lobberich.

Zeitweise sah es so aus, als wenn die B-Jugend in der neuen Saison wegen Personalmangel gar nicht antreten könnte. Doch es kam anders. Mit Markus Bosseler und Markus Ewald konnten zwei neue Spieler gewonnen werden. Außerdem konnte Trainer Nils Hagemann die ehemaligen Spieler Benedikt Holtermann, Justin Lankes und Jan-Robin Nelissen reaktivieren, so dass zu Beginn der Saison wieder genug Spieler zur Verfügung standen.

Die bisherigen Begegnungen der Hinrunde bewiesen, dass auch die vor der Saison geäußerten Befürchtungen, diese zusammengewürfekte Truppe wäre in der B-Jugend nicht konkurrenzfähig, nicht eingetroffen sind. Die sehr junge Mannschaft (die Hälfte der Spieler könnte noch C-Jugend spielen) schlägt sich in ihrer Klasse recht achtbar, auch wenn bisher nur zwei Spiele gewonnen werden konnten

Auf dem Spielfeld übernahmen Carsten Dortans und Markus Tichy im Rückraum und in der Abwehrmitte mehr Verantwortung. Besonders Linkshänder Markus (vom Jahrgang 1997 der jüngste Feldspieler im Team) glänzte im rechten Rückraum und als abschlusssicherer Tempospieler. Den Spielaufbau in der Angriffsmitte übernahm Timo Lommen, der technisch und taktisch große Fortschritte gemacht hat und auf dieser Position auch viel Zug zum Tor entwickelt.

Viel Torgefährlichkeit zeigt auch Melvin Risse von Linksaußen und im Tempospiel. Philipp Klöfers, der andere Linksuaßen, hat sich auch sehr verbessert, lediglich unsere Kreisspieler Marc Höftmann und John Baude kamen gegen die oft körperlich sehr überlegenen Gegenspieler noch nicht so zur Geltung wie in den vergangenen Spielzeiten.

In der Abwehr bereiten sie jedoch mit ihrem schnellen und beweglichen Spiel auf den vorgezogenen Positionen der 4-2-Abwehr den oft wesentlich größeren gegnerischen Rückraumspielern viele Probleme.

Das Zusammenspiel hat sich durch die kontinuierliche Trainingsarbeit von Trainer Nils Hagemann stark verbessert, und das, was uns die Jungen zeigen, hat in vielen Phasen schon sehr viel mit durchdachtem und technisch gutem Handballspiel zu tun.

Ein kleines Problem ist sicherlich noch der Studienbeginn von Nils Hagemann an der RWTH in Aachen, aber in Nils van Kessel konnte ein fachlich guter und engagierter Co-Trainer gewonnen werden, der den anderen Nils vertritt, wenn er studienmäßig gefragt ist. Die Kontinuität der Übungsarbeit ist also gesichert.